works

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Pferd, Löwe, Mann

Öl, Acryl auf Holz, 2021
120 x 60 cm
Werkserie © 2021

Pferd, Löwe, Mann (2021)

von 
Gregor Esra Sauer

Die Welt begann im Garten, das Lied im Herz, die Sprache beim Tanz. 
Gregor EsKa erzählt in seinen Arbeiten von seinem Leben. Seine persönlichen Erlebnisse und der Glaube an Gott sind das Wasser und das Brot für sein künstlerisches Schaffen.
2018 zeigt der bildende Künstler Gregor EsKa Frauen, deren Bäuche über seine Bilder hinaus zu ragen scheinen. Es sind Darstellungen seiner schwangeren Frau Luisa. Offene Augen konnten bereits erkennen, dass der runde Bauch mit dem herausstehenden Bauchnabel und dem wachsenden Säugling in seiner Mitte großen Einfluss auf die Kunst EsKa‘s nehmen wird.

2021, drei Jahre später, sitzt Gregor EsKa mit einem Wachsmalstift neben seinem Sohn Anuka. „BBBHHrr!“, hört man die Stimme des Kindes. Es sind die auffordernden Worte, ein neues Pferd zu malen.

Mittlerweile häufen sich Zeichnungen von Pferden mit muskulösen Schultern, zierlichen Beinen, riesigen Popos, bunten Hufen, zum Küssen breiten Schnauzen und langen, runden Augen. In seiner Werkserie „Pferd, Löwe, Mann“ zeigt Gregor EsKa die vielseitige Welt eines Tieres, dessen Gestalt das Herz seines Kindes einnahm und von dort den Weg auf die Leinwand fand.

Abschlussarbeit (2020)

Papier-Collagen

"Ein fliegender Mann" (2020)

Titel: Dame im Carreé 
Technik: Acryl auf Papier, Collage, 2020
Maße: 20 x 18 cm 
Werkserie: Ein fliegender Mann

Ein fliegender Mann

Gregor Esra Sauer
Mischtechnik, Collage
2020 (Abschlussarbeit)


Zwei Flächen reichen aus, um ein räumliches Gefüge zu erzeugen. Durch die automatische Differenzierung zwischen der Einen und der Anderen entsteht eine Verortung an einer vermeintlich ortlosen Stelle. Je nach der Anordnung zueinander ergibt sich eine vertikale oder aber eine horizontale Grenze, wodurch links von rechts oder oben von unten unterscheidbar wird. Ein Grundgesetz der menschlichen Wahrnehmung in seiner einfachsten Form: Am Anfang war das Auge, und das Auge sucht den Raum. 

Gregor Esra Sauers Collagen spielen mit dem Prinzip dieser automatisch verräumlichten Wahrnehmung eigentlich zweidimensionaler Flächen im wahrsten Sinne des Wortes. Die Bildhintergründe der im April 2020 entstandenen Serie „Ein fliegender Mann“ bilden sich im Wesentlichen aus zwei verschiedenfarbigen Flächen, womit die dargestellten Gegenstände im Raum durch ein Oben und ein Unten geordnet werden. Hierfür benutzt Sauer den Scherenschnitt, zerschneidet in bunten Farben bemaltes Papier und gestaltet mit den einzelnen Schnipseln Collagen, die ihrer ursprünglichen Funktion als Vorstudien für großformatige Bilder durch die detaillierte und eigenständige Formensprache eindeutig entwachsen sind. Die Collagen eint vor allem der Umgang mit zwei spielerisch eingesetzten Stilmitteln: eine kubistische Auffassung der Fläche trifft auf eine expressionistische Farbgebung. Die Abkehr von naturalistischen Darstellungen erstreckt sich teilweise bis zur Wahl der Titel. So zeigt „Der rote Tisch“ einen bläulichen dreibeinigen Tisch, auf ihm eine Schüssel und ein Krug. Er steht auf hellem Boden und vor einer rötlichen Wand, auf der wiederum eine Collage hängt. Im Grunde eine einfache, wenn nicht sogar klassische Szene, ein Stillleben, wenn man so mag. Aber in aller Einfachheit dann doch der Beweis für Sauers humoristischen Umgang mit der eigenen Kunst. Der Titel führt in die Irre, dem Tisch fehlt ein Bein, der Raum bildet sich allein aus einem Oben und einem Unten, in der Collage versteckt sich eine Collage, auf dem Tisch ein Krug und die Imagination beginnt. 

Die Magie liegt hier also in der vereinfachten Darstellung komplexer Anfänge ohne vorgegebenes Ende – sowohl der ungekrönte König des Scherenschnitts Henri Matisse, als auch der Urvater des kubistischen Bildes Pablo Picasso hätten wohl ihre Freude an Werken wie „Das Zimmer“, das eine badende Frau zeigt, deren rechteckige Tränen den rechteckigen Wassertropfen aus dem Duschkopf gleichen. Gleichzeitig taucht hier neben dem Stillleben mit der Darstellung der Badenden ein weiteres klassisches Motiv der Kunstgeschichte auf. Diese Erkenntnis findet Bestätigung im letzten Bild der Serie. „Dame im Carreé“ zeigt eine Frau auf einer Récamière liegend und beweist somit einen selbstverständlichen und sicheren Umgang mit Vorbildern wie Jacques-Louis David, der 1800 die Mäzenin Julie Récamier in eben jenem Szenario abbildete. 

Während sich Form und Farbe klar vom Klassizismus unterscheiden, ist Sauers Motivwahl tief mit verschiedensten Darstellungstraditionen der letzten 250 Jahre verwurzelt. Das Wissen um die Vergangenheit und der offene Blick im Jetzt führt zu einer Werkserie, die Vertrautes in sich birgt und zeitgleich neue Deutungsnuancen schafft. Es beginnt zwar nur mit zwei Flächen, dafür aber mit tausenden Schichten aus Tradition und Neuerung und allem dazwischen. 

Dame im Carreé, 20 x 18 cm, 2020 (oben)
Der blaue Stuhl, 21 x 11 cm, 2020 (links)
Das Zimmer, 16 x 24 cm, 2020 (mitte)
Der Chellist, 24 x 12 cm, 2020 (zweites von rechts)
Der rote Tisch, 21 x 9 cm, 2020 (erstes von rechts)

Text: Mag. art. Anna Maria Linder 

Der Klang des Friedens (2020)

Gregor Esra Sauer
Stempeltechnik auf Papier 
Acryl, 2020
25 x 13 cm

Werkserie "Engel" (2019)

Name: Gregor Esra Sauer
Titel: Engel 
20 x 30 cm 
Acryl auf Papier
Stempel Druck, 2019 

Gregor Esra Sauer
Titel: Die Verwandlung
20 x 30 cm 
Acryl auf Papier
Stempel Druck, 2019 

Gregor Esra Sauer
Titel: Die Unterhaltung
20 x 30 cm 
Acryl auf Papier
Stempel Druck, 2019 

Engel

Kubismus und Ironie 

In der Werkserie “Engel” arbeitet Sauer mit Stempel Druck. Die Bilder wurden zuvor auf große Holzplatten (200 x 150cm) gemalt. Der Künstler übernimmt die Formen und übersetzt sie auf Papier. So entstehen kleine Auflagen von etwa 5 - 15 Stück. Seine menschlichen Abbildungen sind abstrakt und erinnern an den Kubismus. 


ALTE ARBEITEN

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Der Fluss (2015 - 2019)

by Gregor Esra Sauer

Der Fluss

von Gregor Esra Sauer (Werkserie 2015 - 2019)


Hätte man nur eines seiner Körperteile, welches würde man nehmen? In einer Welt, in der der Verstand eine ungemein große Rolle spielt und Vorgänge bis ins Detail geplant werden, liegt die Wahl vermutlich auf dem Kopf. Nicht die Haare, sondern unzählige Gehirne würden über die Zebrastreifen spazieren, über Wiesen und Dächer fiegen. Gregor Esra Sauer ließ sich von einem Gefühl leiten. Ohne genau zu wissen, woran er seit sechs Jahren arbeitet (das erste Bild der Serie Der Fluss entstand 2015), häufen sich in seinem Atelier Leinwände und gerahmte Holzplatten mit dem auffällig gleichbleibenden Motiv: Ein Stoff mit orangenen Streifen. 


Seit Beginn des Jahres 2020 stehen zwei Nähmaschinen neben den Pinseln, Pigmenten und Farbtöpfen. Sauer näht die Kostüme, welche wie seine Bilder aussehen, aus einem Stoff mit 

orangenen Streifen. „Sie sind für die nächste Ausstellung...“, sagt er. Zuerst inszeniert Sauer die Ausstellung selbst, bei der er im Anzug durch die Galerie spaziert. Er verschmilzt mit den Arbeiten. Aus der Inszenierung wird ein Film. Dieser zeigt Sauer beim Malen, beim Nähen der Anzüge und zeigt den Moment, in dem alles zusammen kommt. Bei der offziellen Vernissage werde man ihn nicht mehr im Kostüm sehen, sagt Sauer, sondern seinen Film zusammen mit den Kunstwerken vorfnden. Obwohl Sauer immer noch meint intuitiv zu arbeiten, hat man das Gefühl, es handele sich hierbei um die Arbeit eines großen Gehirns, um die Arbeit eines Konzepts, dessen Fundament in einem dadaistischen Affekt begründet liegt. 

pregnancy (2019)

by Gregor Esra Sauer

pregnancy  (2019)

by Gregor Esra Sauer

In seiner Arbeit pregnancy erweckt Gregor Esra Sauer Plastiken aus Karton und Holz. Aus tausenden Spitzen werden großzügige Rundungen, in ihrem Körper bekommen sie ihr eigenes Leben. Als würden sie von selbst weiter wachsen, auch ohne die Hand des Künstlers weitere Flächen entfalten, Farben entblättern, sich zu neuen Figuren formen, nehmen sie den Raum um sich herum ein und gestalten ihn neu.

text - Luisa Barbara Sauer

new JERUSALEM (2018)

by Gregor Esra Sauer

"new JERSUSALEM" (2018)

mixed technique
2018
215 x 130 cm

by Gregor Esra Sauer


In seiner Werkserie 2018 „NewJerusalem“ kreierte Gregor Esra Sauer Collagen aus bemalten Kartondreiecken. So entstehen abstrakte mehransichtige Reliefs, die je nach Perspektive ein anderes Bild ergeben. Der Werkprozess ist dabei stark intuitiv und begleitet von kurzen Impulstexten, aber auch geprägt von modernen Abstraktionstheorien, die an der Verwendung von Form und Farbe sichtbar werden.

text- Anna Maria Burgstaller 



Silkscreen/Print poster-series on organic paper (limited 35 pieces)

by Gregor Esra Sauer (series 2018)

"breasts of a friend"

by Gregor Esra Sauer (series 2016-2017)